Montag, 10. Juni 2013

Fiestas del Corpus Christi (Fronleichnam)

Anfang Juni 2013 fanden hier im Valle de los Chillos die Fiestas Corpus Christi (Fronleichnam) statt. Anders als bei uns in Deutschland verschmolzen hier traditionelle indigene Riten mit den religiösen katholischen Bräuchen. Die Protagonisten - "Rucos", "Sacha Runas", "Soldados", "Abanderados", "Pallas", "Pingulleros" und "Diablo Humas" tanzen singend durch das Dorf und verteilen Mandarinen an die Zuschauer. Sie bringen ihren Dank an die "Mutter Erde", die  Sonne und die Natur für gute Ernten mit Zeremonien zum Ausdruck, die eine enge Verbindung mit dem Fest "Inti Raymi" (Quichua für "Fest der Sonne", inti - Sonne, Raymi - Fest) und den "Yumbadas".

Als der Katholizismus mit seiner gesamten ikonografischen und rituellen Wertigkeit den indigenen Gemeinschaften aufgezwungen wurde, integrierten diese die fremde Vision in ihre Tänze und Bräuche und gestalteten eine neue Festlichkeit, in der die Tanzgruppen in die Messe kommen, um danach mit dem Allerheiligsten auf den Schultern eine bunte Prozession durch die Hauptstraßen der Gemeinde zu gestalten.

Die Zeremonie endet mit einem Gemeinschaftsessen mit geernteten Lebensmitteln der "Mutter Erde".








Im Park des Dorfes "El Alangasí" sind einige Figuren des Festes "Corpus Christi" dargestellt:

der "Ruco" - "Mann vom Land
mit elegantem Mantel und dem Wohlklang seiner Glöckchen"... 
... mit Cuy (Meerschweinchen) in der Hand



der "Sacha Runa" - Mann des Hochwaldes,
bedeckt mit Moos, veranschaulicht den Reichtum der Natur des Berges Ilaló


der "Pingullero" - Pingullo (eine Art Flöte) und Tambour (kleine Trommel) spielender Mann




der zweigesichtige "Diablo Huma" (Teufelskopf), begleitet die Tänzer

hier von vorne 



hier von hinten



aber auch der "Semana Santa" - Osterwoche:



Samstag, 1. Juni 2013

Quito - Valle de los Chillos

Am 17. Mai reisten wir wieder nach Quito bzw. ins "Valle de los Chillos", ein Tal ca. 20 km außerhalb Quitos. Hier verbrachte mein Freund 12 Jahres seiner Kindheit/Jugend. Bevor wir im Dorf "El Alangasí" eine Wohnung gefunden hatten, wohnen wir in "El Tingo" in einem Hostel. Von dort aus machten wir einige Ausflüge in die Umgebung, fuhren ins Zentrum Quitos oder besuchten Dorffeste.

Das Klima im Tal ist milder als im Zentrum Quitos, da es ca. 400 m tiefer liegt. Außerdem sieht man ringsum Berge, alles ist grün und viel ruhiger als in der Hauptstadt.

Blick von unserer Wohnung auf einen Teil Quitos

Blick von unserer Wohnung auf den "Cierro Ilaló"



 Aussicht am Abend



Park des Dorfes "La Merced" mit Kirche 

Lamas am Straßenrand



Panorama

"Monumento a Rumiñahui", Sangolqui



"Termas de la Merced"



Ausflug nach Pintag - Aussicht auf die Berge 

 wie im Allgäu...

Graffiti und Landleben 



Mittwoch, 15. Mai 2013

Santa Rosa, Puerto Bolívar - Jambelí

Zurück in Santa Rosa, wo ein Großteil der Familie meines Freundes lebt, kümmerten wir uns viel um dessen Nichten und Neffen und besuchten u. a. einen Zirkus, gingen auf den Spielplatz oder ins Schwimmbad.

 



Außerdem schauten wir uns den Hafen "Puerto Bolívar" an, der ca. 7 km vom Zentrum Machalas, der Hauptstadt der Provinz "El Oro" entfernt liegt. Der Hafen ist einer der wichtigsten Verschiffungshäfen für Bananen mit Ziel Europa. Ungefähr 80 % der Bananenproduktion Ecuadors wird hier verladen.
Vom "Puerto Bolívar" aus kann mit kleinen Schiffen in einer halben Stunde auf das nahegelegene Inselarchipel "Jambelí" übersetzen, das von Mangroven bewaldet ist und auf der Westseite Sandstrände aufweist. Am Wochenende sind die Strände überfüllt, da viele Ecuadorianer, die auf dem Festland leben, ihr Wochenende auf den Inseln verbringen, unter der Woche ist es dort jedoch sehr ruhig. Leider war das Wasser und auch der Strand sehr dreckig und viele Häuser und Lokale wurden gleich Ruinen zurückgelassen, da das Meer sich Grund zurückgenommen hat.

Puerto Bolívar




Mangrovenwaelder auf der Insel Jambelí


 verlassener Strand auf Jambelí









An einem Sonntag besuchten wir ein Konzert des ecuadorianischen Salsa-Sängers Paolo Plaza, der in Südamerika sehr erfolgreich ist. Als Vorgruppe sang u. a. die kolumbianische Band "3d corazones".

Paolo Plaza

 
3d corazones

Samstag, 13. April 2013

Máncora, Peru

Da Anfang April mein 6-monatiges Visum für Ecuador abgelaufen war, reiste ich nach Máncora in Peru, da ich mich ja schon im Süden Ecuadors nahe der peruanischen Grenze befand. Máncora liegt im Norden Perus ca. 2 Stunden Busfahrt von der ecuadorianischen Grenze entfernt und ist - im Gegensatz zur Provinz "El Oro" in Ecuador - ein Touristenzentrum am Pazifik und vor allem bekannt bei Surfern für seine Wellen. Die Landschaft um Máncora ist jedoch ziemlich karg und außer kahlen Bergen und Felsen gab es nicht viel zu sehen. Deshalb ging es schon bald wieder zurück nach Ecuador.

Bilder von Peru gibt es leider keine, da meine Kamera "abhanden gekommen" ist, bevor ich die Fotos downloaden konnte...

Samstag, 30. März 2013

Santa Rosa

Nachdem wir von Galapagos zurückgekommen sind und ich mich von den Mädels, die zurück nach Deutschland geflogen sind, verabschiedet hatte, ging es nach Santa Rosa. Santa Rosa ist eine "kleine" Stadt mit über 60.000 Einwohnern im Südosten Ecuadors nahe der peruanischen Grenze. Hauptstadt der Provinz "El Oro" - was so viel wie "Das Gold" bedeutet, da hier früher Gold geschürft wurde (und zum Teil auch heute noch) - ist Machala, die "Welthauptstadt der Banane". Außer der Banane wird hier jedoch auch Kakao und Kaffee angebaut und die Garnelenzucht hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt.