Samstag, 13. Juli 2013

Salento und das "Valle de Cocora" ("Tal der Wachspalmen")

Salento ist ein kleines Städtchen auf 1.895 m Höhe im Kaffee-Dreieck Kolumbiens und bekannt für seine Architektur, seine alten Häuser im Adobe-Stil, seine freundlichen und hilfsbereiten Einwohner und die wunderschöne Landschaft. Wir fanden ein nettes kleines Hostel und erholten uns erst einmal von der langen Busreise. Sehr viele (Rucksack-)Touristen kommen hierher und dementsprechend ist die Stadt auf Tourismus ausgerichtet und bietet sehr viele kleine Läden mit Souvenirs und Kunsthandwerk. Trotzdem ist alles sehr gemütlich und man fühlt sich nicht bedrängt.
Am Nachmittag schauten wir uns dann erst einmal das Städtchen an und gingen zum "Mirador", dem Aussichtspunkt über die Stadt und das Valle de Cocora.












der Weg zum "Mirador"

Aussicht




 unser Hostel


Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit einem "Turno" (ein Jeep-Taxi, das immer zu bestimmten Zeiten bestimmte Orte anfährt) ins Valle de Cocora, das Tal der Wachspalmen, das ca. 20 Fahrminuten von Salento entfernt liegt. La Palma de Cera (die Wachspalme) ist der Nationalbaum Kolumbiens, kommt nur in den Ost- und Westhängen der Zentralanden Kolumbiens vor, wird bis zu 60 m hoch und gilt somit als höchste Palmenart der Welt.
Im Tal angekommen, entschieden wir uns, den ersten Teil der Wanderung auf Pferden zu bestreiten und den zweiten Teil zu Fuß. Und so ritten wir bergauf durch eine wunderschöne Landschaft mit vielen Wachspalmen, saftigen Wiesen mit Kühen und einen zauberhaften Märchenwald. Nach dem ersten Teil ging es dann zu Fuß zuerst zu einer Finca, wo wir uns stärkten und viele Kolibris sahen und danach ging's per pedes bergab zum Ausgangspunkt zurück.

die "Turnos"


mein Pferd "Mona" 























Nach unserem 5-stündigen Ausflug ging's zurück nach Salento, wo wir noch einen gemütlichen Abend verbrachten und uns für die nächste anstrengende lange Busfahrt am nächsten Tag von Salento nach Santa Marta ausruhten.

Am 12. Juli 2013 nachmittags um 13:30 Uhr startete dann also unser Bus von Salento nach Santa Marta. Die ersten Stunden der insgesamt 18,5 Stunden und 1.056 km langen Reise gingen durch Serpentinen in den üppig grünen Anden mit Wachspalmen, Bananenstauden und vielen anderen Pflanzen - eine wunderschöne Landschaft. Vom Rest der Strecke sahen wir leider nicht mehr viel, da es dann dunkel war. Um 8 Uhr morgens kamen wir schließlich im sehr heißen Santa Marta an.

in den Anden: 









kurz vor Santa Marta am nächsten Morgen:


Freitag, 12. Juli 2013

Auf geht´s nach Kolumbien!


Am 8. Juli 2013 um 10 Uhr abends ging's dann also mit dem Bus von Quito nach Ibague in Kolumbien, das ca. 4 Stunden vor der Hauptstadt Bogotá liegt. 24 Stunden waren vorgesehen, doch wir waren 26,5 Stunden unterwegs. Am Grenzübergang von Ecuador nach Kolumbien gab es noch eine Schrecksekunde (oder auch zwei!) für mich, da mir der Grenzbeamte bei der Ausreise aus Ecuador sagte, dass ich mein Visum überschritten habe (um ganze 4 Stunden!!) und er mir deshalb keinen Ausreisevermerk in meinen Reisepass machen kann, da das System den 9. Juli 2013 nicht annimmt. Er war jedoch sehr freundlich und half mir dann schließlich doch dabei, meinen Stempel zu bekommen. Die Einreise nach Kolumbien verlief dann Gott sei Dank ganz problemlos und Mittwochnacht um 00:30 Uhr waren wir endlich in Ibague. Von dort aus nahmen wir gleich um 1.00 Uhr einen Bus nach Armenia und von dort aus schlussendlich nach Salento im Kaffeedreieck, wo wir morgens um 7 Uhr fix und fertig ankamen.

Hier ein paar Eindrücke vom Bus aus:



Donnerstag, 11. Juli 2013

Hasta luego, Ecuador!

Nach neun Monaten musste ich am 8. Juli 2013 Abschied von Ecuador nehmen, da mein Visum auslief und ich es nicht mehr verlängern konnte. Es war eine tolle Zeit, in der ich ein wunderschönes Land und viele neue Leute kennenlernen durfte.

Der kleine Andenstaat ist etwa so groß wie die alte BRD, hat aber nur ca. 15 Mio. Einwohner und eine sehr bunte Zusammenseztung: Indígenas, Mestizen, Afroecuadorianer und Menschen europäischer Abstammung. Quichua ist neben Spanisch zweite Amtssprache.

Ecuador hat von allem etwas:

  • der westliche Küstenbereich ("Costa") 
  • die zentrale Andenregion ("Sierra") mit zwei von Vulkanismus geprägten Gebirsketten
  • das östliche Amazonas-Tiefland ("Oriente")
  • die "verzauberten Inseln" - das Galapagos-Archipel ca. 1.000 km vor der Küste im Pazifik

und viele viele weitere Sehenswürdigkeiten. Außerdem gilt Ecuador als eines der Länder mit der höchsten Biodiversität der Welt.

Ich kann es jedem nur empfehlen, Ecuador zu besuchen!

Dienstag, 2. Juli 2013

Fiestas, Fiestas, Fiestas...

Die Ecuadorianer sind ein sehr sehr feierfreudiges Volk. Jede Woche ist hier irgendwo etwas los. Und wenn gerade einmal kein Fest ist, treffen sich die Ecuadorianer einfach so, um ein, zwei, drei Bierchen zu trinken.

Zwei Feste, die wir noch besucht haben, waren die "Toros locos" ("verrückte Stiere") in Angamarca, bei denen u. a. Figuren (Stiere, Kühe, ...) aus Pappmaché verbrannt und zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet wurden und die "Fiestas San Pedro del Tingo", bei denen u. a. "San Pedro" in einer Prozession durch das Dorf getragen wurde , eine Band auf dem Marktplatz spielte und als "Türken" verkleidete Männer und Frauen durch die Straßen ritten.


Fiestas in Angamarca:









Fiestas "San Pedro del Tingo":