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Dienstag, 2. Juli 2013

Fiestas, Fiestas, Fiestas...

Die Ecuadorianer sind ein sehr sehr feierfreudiges Volk. Jede Woche ist hier irgendwo etwas los. Und wenn gerade einmal kein Fest ist, treffen sich die Ecuadorianer einfach so, um ein, zwei, drei Bierchen zu trinken.

Zwei Feste, die wir noch besucht haben, waren die "Toros locos" ("verrückte Stiere") in Angamarca, bei denen u. a. Figuren (Stiere, Kühe, ...) aus Pappmaché verbrannt und zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet wurden und die "Fiestas San Pedro del Tingo", bei denen u. a. "San Pedro" in einer Prozession durch das Dorf getragen wurde , eine Band auf dem Marktplatz spielte und als "Türken" verkleidete Männer und Frauen durch die Straßen ritten.


Fiestas in Angamarca:









Fiestas "San Pedro del Tingo":












Montag, 17. Juni 2013

"Corridas de toros populares" - Stierkaempfe

Am 15./16. Juni 2013 fanden in unserem Nachbarort "La Merced" die "Corridas de toros populares" - das sind Stierkämpfe für das gemeine Volk - statt. Dafür wurde eine provisorische "Arena" mit Tribünen aus Brettern zusammengenagelt und im ganzen Dorf sah man Männer auf ihren "Western"-Pferden.
Anders als bei den bekannten spanischen Stierkämpfen wird der Stier anfangs nicht mit den Lanzen verwundet und am Ende auch nicht getötet. In der "Arena" befinden sich viele Amateur-"Toreros", die den Stier mit bunten Tüchern reizen oder auch auf ihm reiten wie beim "Bullriding". Nach einer gewissen Zeit kommt der nächste Stier und das Spiel beginnt von vorne.
Dazu spielte die Musikkapelle des Dorfes und als Einlage ritten zwei Männer auf edlen Pferden im spanischen Stil Dressur und dazu tanzte eine Frau.
Auch diese Stierkämpfe sind eine Mischung aus indigenen Feiern und spanischen Bräuchen.

"Cowboys" im ganzen Dorf 

Dressurreiter  

Stierkämpfe:



im Hintergrund die sehr provisorische Tribüne




spanischer "Paso doble"

Dienstag, 11. Juni 2013

Refugio ecológico Molinuco

An einem  Montagmorgen fuhren wir zum "Refugio ecológico Molinuco", einem 80 ha großen Freizeitpark ganz hier in der Nähe auf 2.800 bis 3.780 m Höhe. Die Quiteños kommen hauptsächlich am Wochenende hier her, um sich zu erholen - außer uns war an diesem Montag also niemand dort. Auf unserer 3stündigen Wanderung trafen wir - außer ein paar Kühen, Pferden und Vögeln - niemanden.
Zuerst ging es steil den Berg hoch zum "Mirador de Volcanes" (Aussichtspunkt auf die Vulkane Cotopaxi, Pichincha, Ilaló, Atacaso, Pasochoa, Sincholagua, Antisana, Rumiñahui) und danach hinab zum Rio Pita und auf abenteuerlichen Wegen, Treppen und Brücken zu den Wasserfällen.

Eingangsbereich des Freizeitparks


Weg zum Aussichtspunkt

oben beim Aussichtspunkt


Panoramablick

Cotopaxi - leider von Wolken bedeckt









abenteuerliche Wege








 Cascada Molinuco

Montag, 10. Juni 2013

Fiestas del Corpus Christi (Fronleichnam)

Anfang Juni 2013 fanden hier im Valle de los Chillos die Fiestas Corpus Christi (Fronleichnam) statt. Anders als bei uns in Deutschland verschmolzen hier traditionelle indigene Riten mit den religiösen katholischen Bräuchen. Die Protagonisten - "Rucos", "Sacha Runas", "Soldados", "Abanderados", "Pallas", "Pingulleros" und "Diablo Humas" tanzen singend durch das Dorf und verteilen Mandarinen an die Zuschauer. Sie bringen ihren Dank an die "Mutter Erde", die  Sonne und die Natur für gute Ernten mit Zeremonien zum Ausdruck, die eine enge Verbindung mit dem Fest "Inti Raymi" (Quichua für "Fest der Sonne", inti - Sonne, Raymi - Fest) und den "Yumbadas".

Als der Katholizismus mit seiner gesamten ikonografischen und rituellen Wertigkeit den indigenen Gemeinschaften aufgezwungen wurde, integrierten diese die fremde Vision in ihre Tänze und Bräuche und gestalteten eine neue Festlichkeit, in der die Tanzgruppen in die Messe kommen, um danach mit dem Allerheiligsten auf den Schultern eine bunte Prozession durch die Hauptstraßen der Gemeinde zu gestalten.

Die Zeremonie endet mit einem Gemeinschaftsessen mit geernteten Lebensmitteln der "Mutter Erde".








Im Park des Dorfes "El Alangasí" sind einige Figuren des Festes "Corpus Christi" dargestellt:

der "Ruco" - "Mann vom Land
mit elegantem Mantel und dem Wohlklang seiner Glöckchen"... 
... mit Cuy (Meerschweinchen) in der Hand



der "Sacha Runa" - Mann des Hochwaldes,
bedeckt mit Moos, veranschaulicht den Reichtum der Natur des Berges Ilaló


der "Pingullero" - Pingullo (eine Art Flöte) und Tambour (kleine Trommel) spielender Mann




der zweigesichtige "Diablo Huma" (Teufelskopf), begleitet die Tänzer

hier von vorne 



hier von hinten



aber auch der "Semana Santa" - Osterwoche: