Islas San Blas

Frühmorgens um 5:30 Uhr wurden wir mit einem 4x4 Jeep am Hostel in Panama City abgeholt und nach Carti gebracht. Die Fahrt dauerte ca. 2,5/3 Stunden, anfangs noch auf normalen Straßen, später dann auf sehr kurvigen und steilen Straßen auf und ab durch den Urwald. In Carti wurden wir dann auf die Boote zu den jeweiligen Inseln verteilt. Die knapp 2-stündige Bootsfahrt führte uns vorbei an vielen kleinen Inseln, einige davon bestehen aus nicht viel mehr als einer Palme und strahlend-weißem Puderzucker-Sand.

Die Inselgruppe San Blas befindet sich in der Karibik und besteht aus 365 kleinen Inseln nahe der panamaischen Küste bis zur Grenze Kolumbiens. Bewohnt ist nur ein Teil der Inseln. Das Gebiet wird von den „Guna Yala“, einer indigenen Ethnie Panamas, bewohnt und selbst verwaltet.

Jede Insel gehört einer Guna-Familie, manche Insel werden aber auch von mehreren Familien geteilt, wie „unserse“ Insel. Die zwei Familienoberhäupter sind Robinson und sein Cousin Ina, wir bekamen eine cabaña (Hütte), die Ina’s Familie gehört. Ina selber bekamen wir nicht zu Gesicht sondern seinen Bruder Arcadio, der dort alles managed von der Abholung mit dem Boot über die Zuteilung der cabañas, das Essen, die Ausflüge, den Rücktransport usw.

Die Insel selber hat man in fünf Minuten umrundet. Luxus darf man auf der Insel nicht erwarten – die Wände der cabañas bestehen aus Bambus und die Dächer aus den Blättern von Kokospalmen. Die Betten mit Moskitonetz stehen direkt im Sand und zum Abstellen des Gepäcks gab es nur eine kleine Ablage, allerdings braucht man auf den Inseln nicht arg viel mehr als Badesachen, deshalb hatten wir eh nur einen kleinen Rucksack mit dem Nötigsten dabei. Abschließen konnte man die cabañas nicht, das war aber auch nicht notwendig. Elektrizität gibt es nur im Haupthaus, wo man Essen bekommt und Getränke kaufen kann. Die sanitären Anlagen, bestehend aus zwei Duschen und zwei Toiletten für alle Gäste, sind auch sehr einfach und es kann vorkommen, dass es mal kein Wasser gibt, da dieses vom Festland mitgebracht werden muss.

Wem das alles jedoch nichts ausmacht, der kann wunderschöne Tage auf den Inseln verbringen, fernab von Stress, Hektik und Lärm, und mal so richtig „runterkommen“. Man badet im warmen türkisgrünen Meer, spielt Beach-Volleyball (wenn man sich denn dazu aufraffen kann) oder liegt faul in einer Hängematte oder am Strand, der direkt vor den cabañas beginnt, und liest oder macht einfach gar nichts. Unterbrochen wird diese „Faulenzerei“ nur, wenn einer der Guna zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen ruft, indem er in eine große Muschel bläst. Das Essen ist einfach und besteht meistens aus Reis mit Fisch oder Hühnchen. Einmal gab es auch Lobster. Die Portionen waren ausreichend groß.

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug zu einer kleinen Insel, vor der wir schnorcheln und hunderte Seesterne sehen konnte. Am Abend spielten wir bei Rum mit Cola Karten und brachten das Spiel Arcadio und noch einem Bewohner der Insel bei, was sehr lustig war. Den zweiten Tag verbrachten wir nur am Strand und genossen das Nichtstun auf der Trauminsel.

Da man sonst nicht arg viel mehr machen kann, reichen zwei Nächte/drei Tage im Paradies aus, zumal es nicht ganz billig ist, die Inseln zu besuchen. Der Transport von Panama City nach Carti und zurück kostete 60 $, die Kuna Area Tax 10 $, dann weitere 2 $ für die Insel selber, die Bootsfahrt hin und zurück 20 $ und dann noch 115 $ für die Nacht in einer 2er cabaña inklusive 3 Mahlzeiten – alles in allem also über 200 $ für zwei Nächte. Deshalb ging es frühmorgens am dritten Tag zurück mit dem Boot nach Carti und von dort aus wieder mit dem 4x4 nach Panama City.


















 







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